Georgsmarienhütte ist eine selbstständige Gemeinde im Süden Niedersachsens an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Sie gehört zum Landkreis Osnabrück. Georgsmarienhütte gliedert sich in sechs Stadtteile und stellt ein gutes Beispiel für einen freiwilligen Gemeindezuammenschluss dar. Georgsmarienhütte liegt inmitten einer reizvollen Landschaft im Osnabrücker Land. Südlich grenzt der Teutoburger Wald an den Ort. Er ist eines der schönsten Mittelgebirge Deutschlands und beherbergt mit den Externsteinen ein echtes Naturdenkmal. Ganz in der Nähe von Georgsmarienhütte liegt auch die höchste Erhebung des niedersächsischen Teutoburger Waldes, der 331 Meter hohe Dörenberg mit seinem Hermannsturm, eine als Stahlbetonkonstruktions errichtete Ausblicksplattform.

Nachbargemeinden, die ebenfalls einen Besuch wert sind, stellen Hagen am Teutoburger Wald, Bissendorf oder Bad Iburg dar. Besonders beliebt ist die Gegend auch bei Reitern und Pferdefreunden, die dort die ideale Landschaft zum Reiten finden und auch auf zahlreichen Turnieren ihr Talent zeigen oder die großen Reiter bewundern können. Die Geschichte von Georgmarienhütte als eigene Gemeinde begann im Jahre 1856 als dort der Georgs-Marien-Bergwerks- und Hüttenverein ein Eisenhüttenwerk erbaute. Es entstand im heutigen Stadtteil Malbergen. Benannt wurde das Werk nach Georg V., seines Zeichens letzer Herrscher des Königreichs Hannover (1819 - 1878).
Aus dieser Arbeitersiedlung entstand 1860 die Gemeinde Georgsmarienhütte.
Malbergen wurde allerdings erst im Jahre 1937 eingemeindet. 1970 folgte Oesede, Kloster Oesede, Holsten-Mündrup und Harderberg sowie Holzhausen. Daraus entstand die sogenannte "Industriestadt im Grünen" Georgsmarienhütte.

In Georgsmarienhütte befindet sich das bedeutende Museum Villa Stahmer in einem Haus, wleches bis 1907 von der Fabrikantenfamilie Stahmer bewohnt wurde. Das Haus steht heute unter Denkmalschutz und bietet einen Einblick in das Leben der Menschen im 19. Jahrhundert und um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert. Die ehemalige Klosterkirche des Ortes ist sein berühmteste Denkmal. Sie wurde im 12. Jahrhundert erbaut und gehört zum Kloster Oesede, einem früheren Benediktinerinnenkloster. Ein weiteres Kloster in der Stadt ist Kloster Ohrbeck, eine Niederlassung der Franziskanermönche. Heute befindet sich in der Gemeinde das Stahlwerk Georgsmarienhütte GmbH. Es ist der wichtigste Industriebetrieb der Stadt.